Drogenberatung

Es gibt vielfältige Gründe Drogen zu konsumieren. Sei es für die Entspannung nach einem langen Arbeitstag, um am Wochenende schöne Momente zu verlängern oder um einfach mal abschalten zu können. Auch der allgegenwärtige Leistungsdruck lässt Menschen zu Mitteln greifen, die es ermöglichen sollen, diesen zu bestehen.

Der Konsum von Drogen kann für den/die Konsumierenden auch problematische Seiten haben. Neben den Auswirkungen der einzelnen Stoffe auf den menschlichen Körper (körperliche Entzugssymptome, Schädigungen von Organen etc.) können auch psychische Krisen, Kontrollverluste, Konflikte mit Angehörigen oder innerhalb von Freundschaften auftreten. Auch der Ärger über sich selbst, wieder einmal nichts hinbekommen zu haben und stattdessen „verkatert“ im Bett zu liegen, ist eine Erscheinung, die zum Problem werden kann.

Im Gegensatz zu vielen Psychotherapien müssen Sie bei uns nicht abstinent sein oder werden wollen. Dem oftmals formulierten Grundsatz „Erst Abstinenz, dann Therapie“ schließen wir uns nicht an. Stattdessen legen Sie Ihre persönlichen Ziele in Bezug auf den Drogenkonsum selbst fest. Ein reduzierterer Konsum von einzelnen Substanzen bis hin zu einer vollständigen Einstellung des Konsums sind mögliche Ziele, bei deren Erreichung wir sie unterstützen können. Auch bei der Entscheidung, welches Ziel Sie verfolgen möchten, können wir ihnen zur Seite stehen.

 

Was erwartet sie?

Während des ersten zu vereinbarenden Gespräches steht das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Dabei ist es uns ein wichtiges Anliegen, auch etwas über ihren Lebenskontext zu erfahren. Dies ist sehr hilfreich, um sich ein umfassenderes Bild von ihrer Situation machen zu können. Konflikte und Krisen finden nicht im luftleeren Raum statt, sondern stehen in einer Beziehung zum gegenwärtigen Umfeld.

Neben der kurzen Vorstellung unseres Arbeitsweise, können sie den für sie problematisch gewordenen Konsum schildern und Veränderungsvorstellungen formulieren. Gemeinsam mit dem Berater werden am Ende des Orientierungsgespräches mögliche Erwartungen an den Beratungsprozess besprochen und die weiteren Schritte geplant. Für das erste Beratungsgespräch von 30 Minuten entstehen Ihnen keine Kosten.

 

Die ersten Gespräche

Am Anfang der Beratung ist es wichtig, sich Klarheit über die eigenen Gründe für den Konsum zu verschaffen.Dabei können folgende Fragen hilfreich sein:

  • Was gibt mir der Konsum der jeweiligen Droge?
  • In welchen Situationen konsumiere ich eigentlich?
  • Welche negativen Erfahrungen habe ich bisher gemacht?
  • Wie bin ich bisher mit diesen Erlebnissen umgegangen?

Durch die Beratung soll ihnen der Raum geboten werden, die eigenen Handlungsmotive genauer zu betrachten und zu hinterfragen. Dies ermöglicht ein besseres Verständnis der eigenen Gefühle, Interessen und Bedürfnisse in Bezug auf den jeweiligen Konsum. Anschließend gilt es den Blick auf Ihren problematisch gewordenen Konsum zu richten und gemeinsam nach anderen Umgangsformen zu suchen. Bei der Erprobung neuer Strategien zur Problembewältigung in ihrem konkreten Alltag stehen wir Ihnen mit unserem Gesprächsangebot unterstützend zur Seite.

 

Grundsätzliches

Wir verstehen unter Drogen alle stofflichen Substanzen, die Menschen konsumieren, um über den Eingriff in ihren Stoffwechsel Veränderungen in ihrer Wahrnehmung, ihrem Denken und ihren Gefühlen herbeizuführen. Alkohol und Zigaretten gehören somit ebensodazu wie z.B. XTC, Amphetamine oder LSD.